Die Friendly Fellows gehören zur Rasse der Cavalier King Charles Spaniel, einer sehr alten aber hier in Deutschland noch gar nicht so bekannten Hunderasse.

Cavaliere fühlen sich in Gesellschaft am wohlsten. Den Spruch "Ein Cavalier ist kein Cavalier" sollte man daher auch beherzigen, wenn man sich vom Cavalierfieber anstecken lässt. Denn häufig bleibt es nicht bei nur einem einzigen Cavalier. Bei vier reizenden Farbschlägen - Blenheim, Tricolour, Black&Tan und Ruby - ist dies ja auch kein Wunder. Ob Sie sich für einen Rüden oder eine Hündin entscheiden, ist eine Sache der persönlichen Vorliebe. Geschlechtsspezifische Charaktereigenschaften gibt es nicht.

Kinder und Cavaliere ziehen sich gegenseitig besonders an. Dennoch sollte ein Cavalier keinesfalls als "lebendes Plüschtier" angesehen werden, die Hauptverantwortung für den vierbeinigen Familienzuwachs muss immer bei den Erwachsenen liegen. In der Regel sind Cavaliere sehr kinderfreundlich und tolerant - in der neuen Familie liegt es an den Erwachsenen, dass dieses Vertrauen nicht durch schlechte Erfahrungen getrübt und verspielt wird.

Im Alter von etwa 10 Wochen ziehen die Cavalierkinder in ihre neuen Familien. In diesem Alter sind sie zwar geimpft, mehrfach entwurmt, mit einem Mikrochip ausgestattet und vom Zuchtwart und Tierarzt gründlich untersucht - aber im Grunde genommen noch Kleinkinder, winzige Rohdiamanten, die nun liebevoll geschliffen werden müssen. Welpenspielgruppen helfen, die in dieser Zeit so wichtigen Sozialkontakte zu pflegen. Wenn Sie gerne bummeln, nutzen Sie diese Zeit für erste Stadtbesuche - noch ist das Herzchen leicht genug, um getragen zu werden und vom sicheren Arm angstfrei das Großstadttreiben zu beobachten. 

Schwimmen und andere sportliche Betätigungen genießen Cavaliere sehr, häufig sind sie wahre Asse im "Agility" und auch lange Wanderungen werden mühelos bewältigt. Dank ihres - im Vergleich zu anderen Kleinhunderassen - schlichten Fellkleides, sehen sie auch nach der größten Wasser- und Schlammschlacht bald wieder sauber und vorzeigbar aus.

 
 
 

Wie die Cavalier King Charles Spaniel zu ihrem besonderen Namen kamen...

Begonnen hat alles vor vielen hundert Jahren, als sich ein englischer König - König Karl II. - in diese kleinen, lustigen Hundchen verliebte und sie ausgesprochen verwöhnte. Nicht eine einzige Tür seines Königreiches durfte für sie verschlossen bleiben.
Mit dieser Liebe war er nicht allein unter den britischen Aristokraten, denn auch Maria Stuart und Karl I. sowie Queen Victoria und König Edward VII. (er bat darum, ihnen den Namen King Charles Spaniel zu geben) besaßen die Zwergspaniel und schätzten ihre angenehme Art. So verwundert es nicht, dass sie in zahlreichen Minnegesängen und Gemälden Erwähnung fanden, was ihre  Beliebtheit immer mehr steigerte. Leider verschonten diverse Modeströmungen auch die kleinen Spaniel nicht, kurznasige Rassen (u.a. der Mops) wurden eingekreuzt, das Aussehen der King Charles Spaniel veränderte sich zusehends. Anfang der 1920er schlug erneut die Stunde der "Langnasen". Ein Amerikaner bemerkte die Veränderung ihres Aussehens und setzte auf der Cruft´s Dog Show einen hohen Geldpreis aus für den Hund, der dem King Charles Spaniel alten Typs am nächsten käme. Ann´s Son gewann diesen Preis in den Jahren 1928, 1929 und 1930 und galt lange Jahre als Idealbild der King Charles Spaniel alten Typs.

Um den Unterschied zum King Charles Spaniel zu verdeutlichen, erhielten die King Charles Spaniel alten Typs den Namenszusatz Cavalier. Die Bezeichnung King Charles wurde beibehalten, um dem Ursprung dieser wunderbaren Rasse Rechnung zu tragen.

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